Untersuchungsmethoden
Zur
Beurteilung ihres Zustandes wird die Prostata mit dem Finger
vom After aus abgetastet. Diese Untersuchung erlaubt es weitgehend,
Veränderungen an der Prostata festzustellen.
Die Laboruntersuchung
des Urins kann zeigen, ob eine Infektion der Harnwege vorliegt.
Mit der Sonographie (Ultraschall) können die Organe in einem zweidimensionalen
Bild dargestellt werden, um eine orientierende Aussage über eventuelle Formveränderungen
oder Funktionsstörungen zu erhalten. Dabei können mit der Transrektalen Sonographie
besonders feine Veränderungen der inneren Gewebestruktur der Prostata aufgedeckt
werden.
Der PSA (Prostata-Spezifisches Antigen)- Bluttest gibt weitere Informationen über
den Gesundheitszustand der Prostata.
Männern ab dem 50. Lebensjahr wird auch bei
unauffälliger Tastuntersuchung zur
Ergänzung der Vorsorge die jährliche PSA-Analyse und Transrektale Sonographie
empfohlen.
PCA3-Test
Seit Ende 2007 ist erstmals ein Labortest verfügbar, der anhand einer Gen-Analyse wertvolle Zusatz-Informationen beim konkreten Verdacht auf das Vorliegen eines Prostatakarzinoms liefern kann.
Dabei versteht sich der PCA3-Test nicht als Screening-Verfahren oder Vorsorgeleistung wie der PSA-Wert oder die Ultraschall-Untersuchung zur Früherkennung eines Prostatakarzinoms.
Sinnvoll ist der Einsatz derzeit nur beim konkreten Verdacht auf ein Karzinom oder bei bestimmten Risiko-Patienten, insbesondere wenn z.B. bei erhöhten PSA-Werten die Entscheidung zur Entnahme von Gewebeproben aus der Prostata (Biopsie) mit Hindernissen verbunden ist.
Untersucht wird eine Urinprobe, die nach einer standardisierten digitalen rektalen Untersuchung (DRU) mit Abtasten der Prostata gewonnen wird. Im Labor wird dann die Expression der mRNA für das PCA3-Gen gemessen. Gegenüber gutartigem Prostatagewebe wird diese RNA in Karzinomen wesentlich stärker exprimiert.
Das Test-Ergebnis, der sogenannte PCA3-Score korreliert mit der Wahrscheinlichkeit für ein Karzinom-positives Resultat der Prostatabiopsie.
Der PCA3-Test ist zur Zeit noch keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Kosten betragen 395,00 Euro, die zu ca. 86% reine Labor- oder Materialkosten und zu ca. 14% ärztliche Leistungen beinhalten.