Die Untersuchungen
Nach den Richtlinien der gesetzlichen Krankenversicherung haben Männer ab dem 45. Lebensjahr einmal jährlich Anspruch auf eine Untersuchung zur Früherkennung von Krebserkrankungen des Dickdarms, der Prostata, des äußeren Genitales und der Haut.
Diese Untersuchung umfasst eine gezielte Befragung und klinische Untersuchung mit Abtasten der
Prostata über den Enddarm, sowie einen Schnelltest auf Blut im Stuhl mittels Testbriefchen.
Verdachtsfälle können auf dieser Basis eingehend weiter untersucht und rechtzeitig behandelt werden.
Leider beinhaltet die Krebsvorsorge der gesetzlichen Krankenversicherung nicht alle ärztlichen Leistungen, die nach dem neuesten Stand der Wissenschaft eine bestmögliche Vorsorge sicher stellen und daher empfohlen werden müssen. Allein durch die Tastuntersuchung der Prostata kann selbst bei großer Erfahrung nur etwa die Hälfte aller Krebserkrankungen frühzeitig erkannt werden. Dennoch ist es den wissenschaftlichen Fachgesellschaften bisher nicht gelungen, die gesetzlichen Krankenkassen von der Notwendigkeit einer durch modernste Techniken erweiterten Vorsorge zu überzeugen, die eine Früherkennungsrate von bis zu 90 Prozent garantieren könnte.